Montag, 1. februar 2010 1 01 /02 /2010 13:58
Ja, heute gibt es viel zu berichten, eigentlich noch mehr, aber das erfahrt ihr noch spaeter. Wir sind uebrigens vor einer Woche aus dem Gaestehaus bei Mehayo ausgezogen und in die Wohnung von Svein, dem anderen neuen, aber zurueckgekehrten, Freiwilligen. Das Haus hier ist riesig, wir haben sogar einen Herd und einen grossen Garten. Das wird jedoch nur eine Uebergangsloesung sein. Wir hatten am Ende doch so unsere Probleme mit Mehayo und wollten gern an einem neutralen Ort nach einem neuen Projekt suchen. Wir haben schon eins gefunden, aber das muss jetzt erst noch von allen Seiten abgeklaert werden und dann erfahrt ihr nach dem Zwischenseminar, wie es mit uns weitergeht. Warum wir diesen Schritt gehen, werden wir spaeter nochmal zusammenfassen.
von Anne und Flo
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Montag, 1. februar 2010 1 01 /02 /2010 13:41
Da wir jetzt ja nun den legalen Status haben, konnten wir nach langer Zeit endlich einmal wieder mit den Kindern und Jugendlichen schwimmen gehen. Da wir leider nur irgendwleche Shorts fuer die Jungs finden konnten und die paar Badesachen de Maedchen verschollen sind, mussten sie leider zurueckbleiben. Aber da wir sowieso nur wir 2, Svein, der andere Freiwillige und Elli, ein local Volunteer fuer die 17 Kinder und Jugendlichen waren, war das Ok. Jetzt muessen wir erstmal Badesachen fuer die Maedchen besorgen. In der International School haben wir einen Vertrag, der uns erlaubt, an 2 Tagen der Woche zu einem Sondertarif mit den Kindern schwimmen zu gehen.
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Fuer die meisten Kinder hat es neben dem Spassfaktor und dem besonderen Erlebnis auch einen wirklich therapeutischer Nutzen. Sie koennen ihre Koerper in einem ganz anderen Zustand erfahren, viele haben zusaetzlich noch eine leichte Koerperbehinderung, und koennen sich demzufolge auch ganz im Wasser anders bewegen. Und auch fuer uns war es ein grosser Spassfaktor, die Kinder so zu sehen.
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von Anne und Flo
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Montag, 1. februar 2010 1 01 /02 /2010 13:27
Ja, manche Sachen laufen hier einfach lockerer ab. Neben den Daladalas, den Kleinbussen, nutzen wir auch oefter ein Pikipiki (Motorradtaxi), um uns fortzubewegen. Der Vorteil ist, es ist nicht ueberfuellt, man kann nebenbei eine kuehlere Brise aufschnappen und es macht dazu auch noch Spass sich durch die Gegend fahren zu lassen. In Ifakara sieht man das dann aber auch mal schnell anders. Wazungu steigen aus Bus aus, laufen zu 2 Pikipikis, einer setzt sich hinten drauf, der andere bekommt auf einmal einen Helm in die Hand und soll selbst fahren, natuerlich mit dem wahrscheinlich zu mueden oder angetrunkenen oder einfach nur netten eigentlichen Fahrer im Schlepptau.
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Da in Ifakara noch weniger Wazungu leben, fallen Wazungu schon auf einem Pikipiki als Mitfahrer auf, jeder starrt einem hinterher oder lacht. Wenn dann aber Mzungu noch faehrt...kann man sich niemanden mehr entziehen und fuehlt sich eher als Marsmaennchen als als Erdenbuerger. Das selbe Spiel fand dann noch einmal mit 2 anderen Pikipikifahrern auf dem Weg zum Busstand statt. Zum Glueck hat es der Polizist am Busstand nach vielen Fragen am Ende relativ locker gesehen und nicht nach unseren vergessenen Ausweisen gefragt und das sogar ohne Schmierseife. Man glaubt es kaum.
von Anne und Flo
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Montag, 1. februar 2010 1 01 /02 /2010 12:45

Wie kommen wir von Punkt A an den 200km entfernten Punkt B? Genauer formuliert: Wie kommen wir von Morogoro ins 200km entfernte Ifakara? Natuerlich mit dem Bus, denn das ist das hier haeufigste benutzte oeffentliche Verkehrsmittel. Was wollen wir ueberhaupt in Ifakara? Ein anderes Zentrum fuer Kinder mit geistiger Behinderung besuchen. Warum denn das? Weil wir ueberlegen, in ein anderes Projekt zu wechseln und uns deshalb einige Einrichtungen anschauen. Mhm. Ok, und welche Buslinien fahren nach Ifakara? Das bekommt man schon mit. Wir fahren einfach mal mit den Pikipiki-Taxis zum Busstand, lassen uns von bestimmt 20 Schleppern anquatschen, an den Haenden zerren, zu irgendwelchen Bueros oder Bussen schleppen, nebenbei immer wieder anmerken, dass wir doch angeblich wuessten, wo wir hinmuessten, hoffen, dass es nicht auffaellt, dass wir es gar nicht wissen und dann noch weitere 10 auf uns zu kommen, fragen bei jedem Bus nach dem Preis und wann er abfaehrt, glauben den Ticketverkaeufern, steigen in einen Bus ein, sind froh, endlich im Bus zu sitzen, stellen aber gleichzeitig fest, dass der Bus fast leer ist, aber uns wurde ja gesagt, dass er wirklich 8h abfaehrt, hm, ueberlegen uns schon, dass es immer ein schlechtes Zeichen ist in leere Busse einzusteigen, denken aber, dass er schon irgendwann abfahren wird, machen unsere Sitze zurecht, packen die Buecher aus, lesen 2 Seiten, lesen 10 Seiten, lesen 30 Seiten, lesen 50 Seiten, immer mit einem Blick nach aussen, wann es denn nun los geht, lesen weiter und schlagen irgendwann nach 1h die Buecher zu, um uns 10h nochmals zu erkundigen, dass der Bus ja wirklich 9h abfaehrt, hoeren nur ein "Subiri kidogo", werden skeptischer, sehen dass irgendwas am Bus kaputt sein muss, steigen aus, gehen zum Ticketverkaeufer, wollen Geld zurueck und mit anderen Bus fahren, niemand reagiert, wollen Geld zurueck, warum? Bus faehrt doch gleich, sagen nein, wollen Geld zurueck, sinnlos, finden ueber Schlepper anderen Bus nur noch Sitze in letzter Reihe frei, fahren los, 2 h spaeter wie gewollt,
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nach 1h Buspanne, alle steigen aus, setzen sich an Strassenrand, beiben ruhig, sind's gewoehnt, Mzungus werden nach 2h Warten in Hitze leicht nervoes, lesen weiter, irgendwann kommt fehlendes Teil angeliefert, Fahrt geht weiter, nach weiteren 2h keine Asphaltstrasse mehr, merken die letzte Reihe, 1,5h Hochspringen im Bus, hm...
Wir ziehen Resultat: Aus 4-5h Busfahrt werden 10h anstrengende Busstunden und wir wissen, dass es bloss eine kurze Strecke gewesen ist. Am Mittwoch geht's dann fuer unser Zwischenseminar von weltwaerts nach Mwanza, es heisst 12h Busfahrt...wir sind gespannt!

von Anne und Flo
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Freitag, 29. januar 2010 5 29 /01 /2010 16:24
...heisst soviel wie: Warte noch kurz, einen kleinen Augenblick. Dieser Satz kommt uns sehr sehr oft zu Ohren, besonders wenn man oeffentliche Verkehrsmittel benutzt. Wir sind heute von einem kurzen Ausflug nach Ifakara wiedergekommen, welche noch tiefer im Land und suedlicher liegt. Dort haben wir uns ein Projekt angeschaut, welches aehnlich wie Mehayo ist, jedoch viel groesser und organisierter. Was es mit dem "subiri kidogo' und dem Besuch auf sich hat, werde ich am Wochenende zusammenschreiben. Aber erstmal auch fuer euch: Subiri kidogo! (oh, wie wir diesen Satz manchmal hassen;) - Anne -
von Anne und Flo
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  • : Anne und Flo
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  • : Wir sind 24 und 27 Jahre alt und sind nach Beendigung unseres Studiums (Förderpädagogik und Landschaftsarchitektur) im Rahmen eines Freiwilligenprogramms gerade in Morogoro/ Tansania. Bei der Organisation MEHAYO werden wir 8 Monate als Freiwillge a

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